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Die Tagesklinik

Was ist eine Tagesklinik
Eine Tagesklinik ist eine Einrichtung, die Kinder und Jugendliche während des Tagesablaufs behandelt.
Den gesamten späten Nachmittag und an den Wochenenden sind die Kinder zu Hause und können dann mit ihren Spielkameraden, im Sportverein und vor allem in ihren Familien Zeit verbringen. Dieses ist günstig, weil soziale Bezüge nicht unterbrochen werden und in der Therapie gelernte Verhaltensmuster, insbesondere im sozialen Bereich, weiter erprobt, eingeübt und in der Familie trainiert werden können.

Wer kann unsere Tagesklinik aufsuchen?
Unsere Tagesklinik steht Kindern und Jugendlichen aus Gelsenkirchen und der näheren Umgebung zur Verfügung. Der Anfahrtsweg darf nicht zu lang sein, da die Patienten den Weg zur Klinik mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen bzw. von den Eltern gebracht werden müssen oder in einigen Fällen auch per Taxi kommen.

Wie sind unsere Gruppen aufgebaut?
In zwei altersgetrennten Gruppen  können wir insgesamt 18 Patienten behandelt.

Gruppe 1 
In der Gruppe 1 werden Kinder im Alter 5 bis 10 Jahren behandelt.
Es findet intensive Elternarbeit statt

Gruppe 2
In der Gruppe 2 werden Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren behandelt.

Wir haben auch die Möglichkeit,  besonders ängstliche Kinder in einer Spezialeinheit zu behandeln.

Welche Störungen werden behandelt?
Wir behandeln Kinder und Jugendliche mit Problemen im Bereich des Verhaltens und der Emotionen. Dazu gehören u.a. Kinder  und  Jugendliche mit ADHS , Angststörungen, Patienten mit depressiven Symptomen, Zwangsstörungen, Mutismus, Störungen des Ess- und Schlafverhaltens und weitere somatische Störungen ( wie z.B. therapieresistente Enuresis,  Enkopresis).
Auch werden Patienten mit Störungen des Sozialverhaltens, mit Schulschwierigkeiten und Schulängsten behandelt.
Störungen die meist frühkindlich auftreten, wie z.B. Bindungsstörungen oder autistische Störungen werden diagnostiziert und die Eltern hierzu beraten.

Was ist uns wichtig?
Unser Schwerpunkt ist intensive Elternarbeit. In unserer Klinik werden Eltern eng in den therapeutischen Prozess mit eingebunden.
Neben regelmäßig stattfindenden Eltern- und Familiengesprächen, verbringen die Eltern an einzelnen Tagen mehrere Stunden gemeinsam mit ihren Kindern in der Klinik (Hospitation).
Mit Einwilligung der Eltern werden spezielle Situationen gefilmt, die Videoaufnahmen analysiert und gemeinsam Veränderungsansätze besprochen. So können taugliche Verhaltensweisen erkannt, schrittweise verbessert und sowohl in der Klinik als auch zu Hause eingeübt werden. Die Eltern bleiben dabei Experten ihres Kindes.
Wie erfolgt die Aufnahme in die Tagesklinik?
Nach telefonischer Kontaktaufnahme durch den /die Sorgeberechtigten erfolgt die Terminvergabe für ein erstes Kontaktgespräch. Für dieses benötigen wir eine Überweisung. Das Gespräch dauert ca. 60  Minuten und sollte zusammen mit dem Kind stattfinden. In diesem Vorgespräch werden die Eignung zur tagesklinischen Behandlung (Art und Schwere der Störung, ambulante Vorbehandlung etc.) und die Kooperationsbereitschaft der Eltern geprüft. Durch die Kontaktaufnahme mit dem Kind erfolgt der erste Schritt zum Vertrauensaufbau und eigene Veränderungswünsche können erfragt werden.

Für wen eignet sich die Tagesklink nicht?
Kinder und Jugendliche mit Drogenproblemen können nicht aufgenommen werden. Patienten mit akuter Selbstmordgefährdung oder extremer Aggressivität, sowie psychotische Kinder und Jugendliche können wir nicht behandeln. Hier bietet sich eher ein vollstationärer Rahmen an.
Die Türen unserer Klinik sind nie verschlossen, ebenso ist ein Festhalten oder Fixieren des Patienten nicht vorgesehen bzw. erlaubt. Massive Weglauftendenzen eines Kindes können ebenfalls ein Hindernis für eine Behandlung sein.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind Kooperationsbereitschaft beider Eltern oder Sorgeberechtigten sowie Motivation von Seiten des Patienten und seines Umfeldes. Sind diese vorhanden und erscheint eine tagesklinische Behandlung sinnvoll, wird der Patient nach erneuter Terminabsprache zur Hospitation eingeladen. Er verbringt dann einige Zeit alleine mit den anderen Kindern und Betreuern auf der für ihn vorgesehenen Station. In dieser Zeit kann sich der Patient mit der Tagesklinik vertraut machen, aber auch die Mitarbeiter können das Kind zum ersten Mal kennen lernen. Dieses Treffen dient der Vertrauensbildung und gibt auch den Eltern im Anschluss die Möglichkeit, noch einmal Kontakt mit dem Pflegedienst aufzunehmen und Fragen zu stellen.
Dr. Irmgard Franek
Dr. Irmgard Franek
Tel.: 0209 369-364
Ausgezeichnet für KINDERKTQ-Zertifikat
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